Sicherheitsnachweis abgelaufen: Was jetzt?



Sicherheitsnachweis

Sicherheitsnachweis abgelaufen: Was jetzt?

📅 18. Juni 2026⏱ 6 Min. Lesezeit

Ein abgelaufener Sicherheitsnachweis kann für Eigentümer und Verwaltungen zum Risiko werden. Was jetzt zu tun ist und wie die Elektrokontrolle abläuft.

Ein abgelaufener Sicherheitsnachweis (SiNa) fällt im Alltag von Verwaltungen, Eigentümern oder Unternehmen oft erst dann auf, wenn bereits eine Aufforderung des Netzbetreibers vorliegt. Genau darin liegt das Problem: Die Fristen für die periodische Elektrokontrolle laufen unabhängig vom Tagesgeschäft weiter. Wer zu spät reagiert, riskiert unnötigen Zeitdruck, Rückfragen des Netzbetreibers und im Fall von Mängeln zusätzliche Verzögerungen.

Wichtig ist: Ein abgelaufener Sicherheitsnachweis bedeutet nicht automatisch einen akuten gefährlichen Zustand. Er zeigt aber, dass die vorgeschriebene Kontrolle fällig ist oder nicht fristgerecht dokumentiert wurde. Eigentümer sollten deshalb rasch handeln und eine unabhängige Elektrokontrolle veranlassen.

Wichtig

Für die Einhaltung der Kontrollfristen und das Vorliegen eines gültigen Sicherheitsnachweises ist grundsätzlich der Eigentümer verantwortlich.

Was bedeutet ein abgelaufener Sicherheitsnachweis?

Der Sicherheitsnachweis ist das Dokument, mit dem bestätigt wird, dass eine elektrische Installation nach erfolgter Kontrolle den geltenden Anforderungen entspricht. Die Grundlage dafür bilden insbesondere die NIV und die technischen Regeln der NIN. Je nach Nutzung und Art des Gebäudes gelten unterschiedliche Kontrollperioden.

Ist der Sicherheitsnachweis abgelaufen oder wurde die fällige Kontrolle nicht rechtzeitig durchgeführt, kann der Netzbetreiber eine Aufforderung zustellen. Das betrifft zum Beispiel Eigentümer im Versorgungsgebiet von EKZ, ewz, EW Höfe oder Stadtwerk Winterthur. In dieser Aufforderung wird in der Regel eine Frist gesetzt, innerhalb der die periodische Kontrolle durchgeführt und der SiNa eingereicht werden muss.

  • Die Kontrollfrist wurde erreicht.
  • Der Netzbetreiber verlangt die Durchführung der periodischen Kontrolle.
  • Der Sicherheitsnachweis muss nach der Kontrolle neu erstellt und eingereicht werden.
  • Wer zu lange wartet, riskiert Mahnungen und organisatorischen Mehraufwand.

Für Verwaltungen ist das besonders relevant, weil Fristen bei mehreren Liegenschaften schnell unübersichtlich werden. Deshalb lohnt sich ein strukturierter Umgang mit Elektrokontrollen und Sicherheitsnachweisen.

Mehr zum Ablauf und zu den verschiedenen Kontrollarten finden Sie auf der Seite zu den Elektrokontrollen.

Was ist jetzt zu tun, wenn der SiNa abgelaufen ist?

Wenn Sie feststellen, dass der Sicherheitsnachweis abgelaufen ist oder bereits eine Aufforderung des Netzbetreibers erhalten haben, sollten Sie nicht abwarten. In der Praxis hat sich ein klares Vorgehen bewährt:

1. Frist prüfen

Kontrollieren Sie das Schreiben des Netzbetreibers und die genannte Einreichungsfrist für den Sicherheitsnachweis.

2. Kontrolle beauftragen

Beauftragen Sie ein unabhängiges Kontrollorgan für die periodische Elektrokontrolle.

3. Mängel beheben

Werden Mängel festgestellt, müssen diese durch ein Installationsunternehmen behoben werden, bevor der SiNa ausgestellt werden kann.

Entscheidend ist die Unabhängigkeit: Die periodische Kontrolle muss von einem dafür berechtigten, unabhängigen Kontrollorgan durchgeführt werden. Werden bei der Kontrolle keine sicherheitsrelevanten Mängel festgestellt oder sind festgestellte Mängel fachgerecht behoben, kann der neue Sicherheitsnachweis erstellt werden.

Gerade bei älteren Wohnbauten, Stockwerkeigentum oder gemischt genutzten Liegenschaften ist es sinnvoll, die Unterlagen frühzeitig zusammenzustellen. Dazu gehören, soweit vorhanden, frühere Sicherheitsnachweise, Kontrollberichte und Pläne. Das beschleunigt die Abwicklung, ist aber keine Voraussetzung dafür, dass eine Kontrolle überhaupt stattfinden kann.

Wie läuft eine periodische Elektrokontrolle ab?

Viele Eigentümer fragen sich, was bei einer periodischen Kontrolle konkret geprüft wird. Ziel der Kontrolle ist es, den ordnungsgemäßen und sicheren Zustand der elektrischen Installationen zu beurteilen. Dazu gehören Sichtprüfungen, Messungen und Funktionskontrollen im gesetzlich vorgesehenen Rahmen.

Schritt Was passiert?
Terminierung Abstimmung mit Eigentümer, Verwaltung oder Betrieb und Sichtung vorhandener Unterlagen.
Kontrolle vor Ort Prüfung der elektrischen Installation nach den geltenden Vorgaben aus NIV und NIN.
Bericht Dokumentation allfälliger Mängel und Festlegung des weiteren Vorgehens.
Mängelbehebung Festgestellte Mängel werden durch ein Elektroinstallationsunternehmen behoben.
SiNa Nach erfolgreicher Kontrolle bzw. bestätigter Mängelbehebung wird der Sicherheitsnachweis ausgestellt.

Wichtig zu unterscheiden sind die verschiedenen Kontrollarten: Schlusskontrolle, Abnahmekontrolle und periodische Kontrolle haben unterschiedliche Anlässe und Anforderungen. Wenn ein Sicherheitsnachweis „abläuft“, geht es in der Regel um die periodische Kontrolle im Rahmen der vorgeschriebenen Kontrollperiode.

Detaillierte Informationen zum Dokument selbst finden Sie auf der Seite Sicherheitsnachweis für Elektroinstallationen.

Welche Folgen drohen bei verpassten Fristen und Mängeln?

Ein abgelaufener Sicherheitsnachweis sollte nicht ignoriert werden. Das gilt besonders dann, wenn bereits ein Schreiben des Netzbetreibers eingegangen ist. In der Praxis sind die häufigsten Probleme nicht sofort rechtlicher Natur, sondern organisatorisch: Termine werden knapp, Mängelbehebungen verzögern sich und die Kommunikation zwischen Eigentümer, Verwaltung, Mieterschaft und Installationsunternehmen wird aufwendiger.

  • Fristen des Netzbetreibers können verstreichen.
  • Bei festgestellten Mängeln ist eine Nachbearbeitung notwendig.
  • Verwaltungen müssen Abstimmungen mit Eigentümern und Handwerkern koordinieren.
  • Bei Transaktionen oder Vermietungen können fehlende Unterlagen unangenehme Rückfragen auslösen.

Besonders relevant ist das Thema auch bei einem Hauskauf oder Hausverkauf. Wer eine Liegenschaft übernimmt oder veräussert, sollte den Stand der Elektrokontrolle und den vorhandenen Sicherheitsnachweis frühzeitig prüfen. So lassen sich offene Punkte transparent klären.

Wie Eigentümer und Verwaltungen Fristen künftig besser im Griff behalten

Die beste Lösung ist ein vorausschauendes Fristenmanagement. Wer nicht erst auf die Aufforderung von EKZ, ewz, EW Höfe oder Stadtwerk Winterthur wartet, gewinnt Zeit und reduziert das Risiko von Engpässen.

Bewährt haben sich in der Praxis folgende Massnahmen:

  • Kontrollperioden pro Liegenschaft zentral dokumentieren.
  • Sicherheitsnachweise und Kontrollberichte digital ablegen.
  • Frühzeitig Termine einplanen, statt erst kurz vor Fristablauf zu reagieren.
  • Bei mehreren Objekten mit einem unabhängigen Kontrollorgan zusammenarbeiten.

CH Electro unterstützt Eigentümer, Verwaltungen und Unternehmen bei der termingerechten Durchführung von Elektrokontrollen und der Ausstellung des Sicherheitsnachweises. Ob in der Stadt oder Region: Für Anfragen in Zürich, Winterthur oder Wollerau ist eine frühzeitige Planung empfehlenswert.

Fazit: Wenn der Sicherheitsnachweis abgelaufen ist, zählt vor allem eines: rasch und geordnet handeln. Mit einer unabhängigen periodischen Elektrokontrolle, klarer Mängelbearbeitung und vollständiger Dokumentation lässt sich die Situation in der Regel effizient bereinigen.


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